Kiefergelenkstherapie CMD

Ein gut funktionierendes Kiefergelenk ermöglicht uns über den Mund das Sprechen, Essen, Trinken und den Ausdruck unserer Emotionen. Der Kiefer stellt die bewegliche Verbindung zwischen Schädel und Unterkiefer dar. Zwischen den beiden Knochen befindet sich ein Abstandshalter, der sogenannte Discus. Er verhindert das Aufeinander reiben der Knochen, korrigiert den Gelenkraum, gleicht somit Unebenheiten aus und verteilt den Druck. Das Kiefergelenk ist ein muskel- und bandgesichertes Gelenk. Der Hauptmuskel, der für den Mundschluss verantwortlich ist, kann bis zu 500 kg Gewicht aufbringen. So ist es verständlich, dass Menschen, die mit den Zähnen pressen oder knirschen ihr Gelenk massiv unter Stress setzen.

Die Zähne spielen in der Kiefergelenkstherapie ebenfalls eine wichtige Rolle. So ermöglicht ein guter Kontakt der Zähne einen guten Druckausgleich und einen richtigen Aufbiss. Bei Zahnverlust kann es zum Stützzonenverlust kommen, sprich die erhaltenen Zähne haben keine Stützzone mehr. Mitunter gibt es auch Fehlkontakte wenn beispielsweise eine Zahnfüllung zu hoch steht. Der Patient versucht unbewusst die Vorkontakte durch die Zahnfüllung „wegzuknirschen“.

Der Mensch verbringt durchschnittlich 20 – 30 Minuten am Tag mit Kauen. Das Abbeißen erfolgt über die Frontschneidezähne, das Zerkauen bzw. Mahlen geschieht über die Backenzähne.

Die Therapie wird vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden angeregt. Arzt und Therapeut arbeiten hier interdisziplinär. Von ärztlicher Seite wird häufig eine Schienenversorgung individuell auf den Patienten angepasst. In der Physiotherapie versucht man über passive Techniken die verkrampfte Muskulatur am und im Mund zu entspannen, das Gelenk über entlastende Maßnahmen, Traktionen, zu lockern und auch mit Eigenübungen die Beschwerden zu verbessern. Die Erfolge der Therapie stellen sich in der Regel recht schnell ein.

Sie sind eventuell von einem Kiefergelenkssyndrom betroffen?

Wir sind für Sie da.